Enzymes for Molecular Biology, NGS, Black male and female scientists looking at mobile device in a laboratory setting
Enzyme für die Molekularbiologie

Enzyme für Assays & Detektion

Mit Hilfe von Enzymen können Sie Proteinbindungsstellen auf der DNA entdecken, die Transkriptionshäufigkeit bestimmen, Einzelbasensubstitutionen ermitteln, Exons kartieren, Apoptose sichtbar machen und intrazelluläre DNA-Schäden messen.
DNase-I-Footprinting
DNase-I-Footprinting
  • Enzymbasiertes Footprinting mit DNase I identifiziert und charakterisiert DNA-Protein-Interaktionen
  • Partieller Enzymaufschluss eines eindeutig endmarkierten DNA-Fragments mit DNase I liefert eine Fragmentleiter
  • Die Mobilität auf einem denaturierenden Acrylamidgel entspricht dem Abstand zwischen der Endmarkierung und den Spaltstellen des Enzyms 
  • Gebundenes Protein verhindert die Bindung von DNase I und hinterlässt einen sichtbaren „Fußabdruck“ in der Fragmentleiter
Exo-III-Footprinting mit FRET
Exo-III-Footprinting mit FRET
  • Das DNA-bindende Zielprotein bindet an zwei Proteinbindungsstellen der FRET-Sonde
  • Sterische Hinderung schützt das FRET-Paar vor der Verdauung durch das Enzym Exo III und sorgt für ein starkes FRET-Signal
  • Bei fehlendem Zielprotein wird die blanke FRET-Sonde durch Exo III abgebaut
  • Die Nähe des FRET-Paares wird zerstört, was zu einem schwachen FRET-Signal führt
Apoptosenachweis durch In-situ-Markierung von DNA-Brüchen
Apoptosenachweis durch In-situ-Markierung von DNA-Brüchen
  • TUNEL basiert auf der Enzymaktivität von TdT, die die Synthese von langen einsträngigen DNA-Überhängen an allen freien 3’-OH-DNA-Enden katalysiert
  • ISEL nutzt die Enzyme Klenow-Fragment oder T7-DNA-Polymerase zur Markierung überhängender 5'-DNA-Enden mittels Fill-in-Reaktion

ISEL auf der Basis der T7-DNA-Polymerase ist schneller und einfacher als andere enzymbasierte In-situ-Ansätze und hat den zusätzlichen Vorteil, dass es apoptotische Zellen im Gegensatz zu TUNEL in einem früheren Stadium identifiziert.

Der alkalische Comet-Assay (Einzelzellen-Gelelektrophorese)
Der alkalische Comet-Assay (Einzelzellen-Gelelektrophorese)
  • Misst DNA-Schäden in eukaryotischen Zellen und umweltbedingte Genotoxizität
  • Detektiert DNA-Strangbrüche und alkali-labile Stellen

Der Enzymaufschluss mit Endonuklease VIII spürt spezifisch veränderte Purine auf, und diese Stellen werden durch das Enzym in Brüche umgewandelt.

Lokalisierung von Einzelbasensubstitutionen
Lokalisierung von Einzelbasensubstitutionen
  • Nachweis von Substitutionen durch Spaltung einzelner Basenfehlpaarungen in einem RNA:DNA-Heteroduplex durch das Enzym RNase A 
  • Eine markierte und zur Wildtyp-DNA komplementäre RNA-Sonde bindet über Basenpaarung an eine Test-DNA mit einer vermuteten Einzelbasensubstitution 
  • Die daraus resultierende einzelne Basenfehlpaarung wird durch RNase A gespalten
  • Der Ort der Fehlpaarung wird durch Größenanalyse der Enzymspaltprodukte mittels Gelelektrophorese bestimmt
Messung und Charakterisierung von Transkripten
Messung und Charakterisierung von Transkripten

Bestimmung der Transkriptionshäufigkeit und Kartierung von mRNA-Enden und Intron/Exon-Grenzen mit dem Ribonuklease-Schutzassay

  • Hybridisierung von RNA in Lösung mit einer markierten Antisense-Sonde
  • Verdau der Gesamt-RNA mittels RNase A zur Entfernung von nicht hybridisiertem Material
  • Ausfällung des entstandenen Materials und Auftrennung auf einem denaturierenden Polyacrylamidgel
  • Transfer auf eine Membran zur Detektion von nicht isotopischen Sonden und zur weiteren Analyse

Die Fähigkeit von Enzymen, Nukleinsäuren zu synthetisieren oder zu verdauen, sie an bestimmten Stellen zu spalten oder einzelne Basen aus einem Strang herauszuschneiden, können für die Beantwortung offener Fragen durch Detektionen, Assays und Analysen eingesetzt werden.

Enzym   Aktivität Assay
79254
RNase-free DNase Set
(1500 Kunitz units)

Endonuklease zur unspezifischen Spaltung von DNA unter Freisetzung von Di-, Tri-
und Oligonukleotidprodukten mit 5’-phosphorylierten und
3’-hydroxylierten Enden; wirkt auf ssDNA und dsDNA, Chromatin und
RNA:DNA-Hybride
DNA-Protein-Interaktionsanalyse (Footprinting-Assay für
DNA-bindende Proteine)
X8020L
Exonuklease III
Demnächst erhältlich Exonuklease zum Herausschneiden von Basen aus der Duplex-DNA in 3’→5’-Richtung
DNA-Protein-Interaktionsanalyse 
(Footprinting-Assay für DNA-bindende Proteine)
19101
RNase A

Endoribonuklease, die ssRNA an C- und U-Resten abbaut
  • Bestimmung der relativen oder absoluten Transkriptionshäufigkeit
  • Kartierung von mRNA-Enden und Intron/Exon-Grenzen
    (RNase-Schutzassay)
  • Kartierung von Einzelbasenmutationen in DNA oder RNA durch
    Spaltung an einer einzelnen Basenfehlpaarung in einem RNA:DNA-Hybrid
P7260L
T7 DNA Polymerase
Demnächst erhältlich  DNA-Polymerase mit hoher Syntheserate und Replikationsgenauigkeit;
ein aus zwei Untereinheiten aufgebautes Protein mit einer Polymerasedomäne und
einem Prozessivitätsfaktor (Thioredoxin aus E. coli)
 In-situ-Markierung von DNA-Schäden (Apoptose-Assay)
Y9080L
Endonuclease VIII
Demnächst erhältlich Die Endonuklease VIII fungiert sowohl als N-Glykosylase
(durch Herausschneiden oxidativer Basenläsionen) als auch als AP-Lyase (durch
anschließende Spaltung des Phosphodiester-Rückgrats), wobei endständige
Phosphate an den 5’- und 3’-Enden zurückbleiben; beteiligt sich an der
Basen-Exzisionsreparatur oxidativ bedingter DNA-Schäden
Bestimmung von DNA-Schäden durch Einzelzellen-Gelelektrophorese
(Comet-Assay)
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Welche Funktion hat die T7-DNA-Polymerase in der Molekularbiologie?

Die T7-DNA-Polymerase selbst hat eine geringe Prozessivität. Sie löst sich von einem Primer-Template nach dem Einbau von < 15 nt. Bei der Infektion von E. coli dockt der T7-Phage an ein Wirtsprotein, Thioredoxin, an, das ihm als Prozessivitätsfaktor dient. T7-DNA-Polymerase und Thioredoxin verbinden sich im Verhältnis von 1:1, und die Bindung von Thioredoxin an die T7-DNA-Polymerase erhöht die spezifische Affinität der Polymerase für ein Primer-Template um den Faktor 80. Durch die erhöhte Affinität zum Primer-Template kann die T7-DNA-Polymerase einen Primer auf einzelsträngiger DNA um Tausende von Nukleotiden verlängern, ohne zu dissoziieren, was die kontinuierliche Synthese langer DNA-Abschnitte ermöglicht. Die T7-DNA-Polymerase kann zur Aufreinigung von kovalent geschlossener zirkulärer DNA durch Entfernung von Resten genomischer DNA und zur Synthese komplementärer cDNA-Stränge verwendet werden. 

Eine weitere Anwendung ist der In-situ-Nachweis von apoptotischer fragmentierter DNA durch Markierung von Einzelstrangbrüchen (nicks) in doppelsträngiger DNA. Die ausgeprägte Prozessivität, starke 3’→5’-Exonukleaseaktivität und die Fähigkeit, verschiedene markierte Nukleosidtriphosphate zu tolerieren, sind die wichtigsten Eigenschaften für den Einsatz der T7-DNA-Polymerase zur In-situ-Markierung von DNA-Schäden.

Was ist der Comet-Assay und warum ist er wichtig?

Der In-vivo-Comet-Assay ist ein bewährter Genotoxizitätstest, für den es eine OECD-Prüfrichtlinie gibt. In seiner Standardversion weist er DNA-Schäden in Form von Strangbrüchen und alkali-labilen Stellen nach. Die Aufnahme eines zusätzlichen Schritts in den Assay, bei dem die DNA mit einem läsionsspezifischen Enzym inkubiert wird, kann wichtige Erkenntnisse über die spezifische Art der DNA-Schäden liefern.

Die meisten Anwendungen des Reparatur-Assays sind im Human-Biomonitoring zu finden. Tagtäglich sind die Menschen mutagenen und karzinogenen Verbindungen ausgesetzt, sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Umwelt. Was die berufliche Exposition anbelangt, so sind die Menschen in verschiedenen Berufen genotoxischen/mutagenen Verbindungen ausgesetzt, z. B. Pestiziden, Haarfärbemitteln, Formaldehyd, antineoplastischen Mitteln, organischen Lösungsmitteln usw.

Die Comet-Assay-Technik basiert auf der Elektrophorese einzelner Nukleoide (DNA, die nach der Zelllyse und dem Strippen von Histonen an die Kernmatrix gebunden ist), was ein kometenartiges Bild ergibt, wobei die Intensität des Schweifs von der Häufigkeit der Brüche abhängt, die zur Entspannung des Supercoilings führen und die Wanderung der DNA-Schleifen mit den Brüchen ermöglichen. Durch das Aufschließen der Nukleoide mit läsionsspezifischen Endonukleasen lassen sich unterschiedliche DNA-Läsionen nachweisen.

Warum kommt Endonuklease VIII im Comet-Assay zum Einsatz?

Die Endonuklease VIII (Endo VIII) aus E. coli ist für die Entfernung eines breiten Spektrums oxidativ geschädigter Pyrimidinbasen verantwortlich, einschließlich der Radiolyseprodukte von Thymin, darunter Thymin-Glykol und Harnstoff. Das im Comet-Assay verwendete Enzym zeigt diese Klasse der DNA-Schädigung an. Endo VIII ist an der Basen-Exzisionsreparatur (BER) beteiligt und katalysiert die Hydrolyse der N-glykosidischen Bindung (N-Glykosylase-Aktivität). Infolgedessen bilden sich die modifizierte freie Base und die apurinische/apyrimidinische (AP-)Stelle. Die anschließende Spaltung der AP-Stelle erfolgt durch β, δ-Eliminierung (AP-Lyase-Aktivität) und führt zu einem einzelsträngigen DNA-Bruch. Der Assay erkennt den Bruch und die Läsion wird identifiziert.

Die DNase-I-Footprinting-Analyse von Endo VIII zeigt, dass das Protein an die DNA bindet, und zwar als kleiner Fußabdruck mit Kontaktstellen hauptsächlich auf dem beschädigten Strang.

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