

Alles rund um die RNA: Amplifizieren, Sequenzieren, Ligieren und Markieren
RNA durch Amplifikation nachweisen und bearbeiten
Reverse Transkriptasen sind Enzyme, die einen DNA-Strang (cDNA) polymerisieren können, der komplementär zu einem ursprünglichen RNA-Template ist. RNA ist anfällig für den Abbau durch RNasen, und der Einsatz eines Reverse-Transkriptase-Enzyms zur Bildung von cDNA überwindet die Probleme der Arbeit mit mRNA. Die cDNA wird zum stabilen Template für eine Vielzahl von nachgeschalteten Anwendungen für RNA-Untersuchungen, wie beispielsweise für die Analyse der Genexpression. Für die Amplifikation des cDNA-Templates können reguläre PCR-, qPCR-, einstufige RT-qPCR- oder isotherme Verfahren genutzt werden. Nach der Amplifikation kann die Klonierung mit herkömmlichen Enzymprotokollen oder durch ligationsunabhängige Klonierung unter Nutzung der 3’→5’-Exonukleaseaktivität der T4-DNA-Polymerase erfolgen.
Alle Reverse-Transkriptase-Enzyme (RNA-abhängige DNA-Polymerasen) können wie nachstehend genannt eingesetzt werden:
RNA-Polymerasen und -Ligasen
RNA-Polymerasen, oder genauer: DNA-abhängige RNA-Polymerasen, sind Enzyme, die RNA ausgehend von einem DNA-Template synthetisieren. Das Enzym Poly(A)-Polymerase verwendet einsträngige RNA als Primer, um einen Poly(A)-Schwanz an die RNA anzuhängen, indem es den Einbau von Adeninresten an den 3’-Enden der RNA katalysiert.
T4-RNA-Ligasen sind nützliche Enzyme für die RNA-Analyse, insbesondere im Vorfeld von Verfahren wie der Hochdurchsatz-RNA-Sequenzierung und Microarrays. Die T4-RNA-Ligasen 1 und 2 sind Enzyme, die eine Markierung, Zirkularisierung oder intermolekulare Ligation der RNA durchführen können, indem sie benachbarte 3'-OH- und 5'-PO4-Polynukleotide verbinden. Die Anbindung von Adaptern an RNA-3'-Enden mit T4-RNA-Ligase 1 ist ein hilfreicher erster Schritt für die Quantifizierung und Entdeckung von RNA durch RT-PCR und Hochdurchsatzsequenzierung.
Verdau und Schutz von RNA
Der Ribonuklease-Schutzassay (RPA) mit dem Enzym RNase A ist eine Technik zur Bestimmung der relativen bzw. absoluten Transkriptionshäufigkeit und zur Kartierung von mRNA-Enden und Intron/Exon-Grenzen.
Einzelbasensubstitutionen können mit einem einfachen Enzymverfahren nachgewiesen und lokalisiert werden, bei dem RNase A einzelne Basenfehlpaarungen in RNA:DNA-Heteroduplexen spaltet.
Häufige Fragen zur RNA-Analyse
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